Zum Inhalt springen
Startseite » Blog » In Kryptowährungen investieren oder nicht? 13 Gründe dafür und 13 dagegen

In Kryptowährungen investieren oder nicht? 13 Gründe dafür und 13 dagegen

Soll ich in Kryptowährungen investieren oder nicht? Falls du dir diese Frage stellst, bist du hier genau richtig.

In diesem Artikel zeige ich dir die wichtigsten Gründe für, aber auch gegen eine Investition in Kryptowährungen.

Los geht’s!


Wichtiger Hinweis: Die Inhalte in diesem Artikel stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder zur Zeichnung von Kryptowährungen oder sonstiger digitaler Wertgegenstände dar, sondern geben lediglich die Meinung des Autors wieder. Informiere dich immer eigenständig und hole bei Bedarf fachliche Unterstützung zu rechtlichen und steuerrechtlichen Fragestellungen ein. Investiere nie mehr, als du bereit bist zu verlieren. Die vollständigen rechtlichen Hinweise findest du im Impressum (Link).


Inhalt

Soll ich investieren oder nicht?

Vor einer Investition in eine neue Anlageklasse steht oft die Frage: „Soll ich investieren oder nicht?“. Außerdem geht diese Frage einher mit der Frage: „Wieviel soll ich in eine bestimmte Anlageklasse investieren?“. Gerade bei Kryptowährungen, die im Vergleich mit beispielsweise Gold, Aktien, Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen eine noch sehr junge Anlageklasse sind, drängt sich die erste der beiden Fragen auf.

Um dir deine Entscheidung zu erleichtern, habe ich daher einige der wichtigsten Argumente für, aber auch gegen eine Investition in Kryptowährungen zusammengestellt. Lass uns mit den Gründen für eine Investition beginnen.

13 Gründe für eine Investition in Kryptowährungen

Pro #1: Kryptowährungen kaufen ist einfach

Blockchains und Kryptowährungen zu verstehen ist nicht ganz einfach. Die zugrundeliegenden Konzepte sind oft nicht intuitiv. Und technisch komplex. Falls du nicht gerade ein Informatikstudium absolviert hast, kann die Technologie deshalb unverständlich wirken. Ein Problem, dem ich auf kryptofelix.de mit einfachen Erklärungen zu begegnen versuche.

Trotzdem ist der Einstieg in eine Investition in Kryptowährungen mittlerweile sehr einfach geworden. Auch ohne ein exaktes Verständnis einer Blockchain kannst du Kryptowährungen auf unterschiedlichen Handelsplattformen im Internet kaufen. Und das mittlerweile so einfach wie Online-Shopping. Ein Beispiel dafür ist das US-amerikanische Unternehmen „Coinbase“ aus dem Silicon Valley, das in Deutschland verfügbar ist und dort auch eine Bankenlizenz hat. Falls du noch kein Coinbase Konto hast, kannst du unter diesem Referral-Link eines eröffnen und erhältst beim ersten Kauf im Wert von 100 US Dollars 10 US Dollar (in Euro) geschenkt.

Pro #2: Du hast die volle Kontrolle

Eine Besonderheit der Kryptowährungen ist die dezentrale Organisation des zugrundeliegenden Netzwerkes. Das Resultat ist ein Finanzsystem, in dem Überweisungen „peer-to-peer“ stattfinden. Sendest du einer anderen Person Kryptowährungen, geschieht das ohne vermittelnde Stelle und ohne Bank.

Bewahrst du deine Kryptowährungen abseits einer Handelsplattform in deinem eigenen Hardware Wallet auf, so hast du außerdem die volle Kontrolle. Du bist nicht davon abhängig, ob dein Online-Banking gerade funktioniert oder deine Bank dir anderweitig erlaubt, auf dein Geld zuzugreifen.

Pro #3: Kryptowährungen helfen bei der Diversifizierung

„Leg nicht alle Eier in einen Korb“ ist eine Weisheit, die der Volksmund schon lange kennt. Auch unter Anleger*innen gehört das heute schon fast zum Allgemeinwissen, um das Risiko zu minimieren und gleichzeitig die Rendite zu maximieren. Doch was heute allgemein bekannt ist, erarbeitete der Wirtschaftsprofessor Harry Markowitz erst Ende des 20. Jahrhunderts. Und erhielt 1990 unter anderem für die Erkenntnis, seine Anlagen breit zu streuen (also zu „diversifizieren“), den Nobelpreis.

Dabei geschieht eine solche Diversifizierung vor allem über die Streuung über verschiedene Anlageklassen hinweg. Statt also dein ganzes Geld nur in Aktien zu stecken, kann es Sinn machen, gestreut in beispielsweise Aktien, Immobilien, Anleihen oder auch Gold zu investieren.

Zusatzinfo: Anleihen sind im weitesten Sinne eine Form des Kredits. Indem du eine solche Anleihe verkaufst, leihst du üblicherweise Staaten oder Unternehmen Geld und erhältst dafür Zinsen.

Vor allem in der aktuellen Niedrigzinsphase wurden Anleihen über die Jahre jedoch immer unattraktiver, sodass ich selbst momentan keine einzige Anleihe besitze. Mit den Kryptowährungen hat sich hingegen eine vollkommen neue Anlageklasse etabliert. Für Freund*innen der Diversifizierung ist das eine gute Nachricht. Denn egal ob du dich für oder gegen eine Investition in Kryptowährungen entscheidest: Allein die Möglichkeit, eine zusätzliche Anlageklasse in dein Portfolio aufzunehmen, kann die Diversifizierung deines Vermögens verbessern.

Pro #4: Enorme Renditen sind möglich (aber nicht garantiert)

Allein im Zeitraum zwischen April 2013 und November 2021 explodierte der Preis eines Bitcoins von etwa 100 € auf etwa 58.000 €. Das entsprach einer Vervielfachung um den Faktor 580. Zum Vergleich: Der bekannte deutsche Aktienindex „DAX“ steigerte seinen Wert im selben Zeitraum gerade einmal um das 2,3fache.

Diese Wertsteigerungen sind dabei vor allem darauf zurückzuführen, dass es sich gerade beim Bitcoin um ein vollständig neues Konzept handelte. Und dass es praktisch keinen belastbaren Mechanismus zur Preisfindung gab – und bis heute auch kaum gibt.

Heute sieht die Situation anders aus: Viele Kryptowährungen sind mittlerweile schon seit einigen Jahren etabliert und die Renditen fallen mitunter geringer aus als früher. Doch auch heute bleibt das Prinzip gleich: Kommt ein neues Kryptoprojekt auf den Markt, das ein bisheriges Problem auf eine neuartige Weise löst, kann sich ein früher Einstieg bezahlt machen. Doch gerade hier solltest du sorgfältig recherchieren, um die Spreu vom Weizen der Kryptoprojekte zu trennen.

Pro #5: Kryptowährungen sind 24/7 handelbar

Manchmal kommt es vor, dass ich Aktien spät abends oder am Wochenende kaufen möchte. Leider macht mir dabei eines regelmäßig einen Strich durch die Rechnung: Die Öffnungszeiten der Börse. Was in der digitalen Welt wie ein Relikt aus der Urzeit wirkt, ist nicht nur lästig. Es schränkt auch die eigenen Handlungsmöglichkeiten ein, indem es die Zeiten vorgibt, in der ich Käufe und Verkäufe durchführen kann.

Im Gegenzug dazu sind die meisten Kryptohandelsplätze dauerhaft geöffnet und verfügbar. Sieben Tage die Woche und 24 Stunden pro Tag. Das macht Spaß und schafft Flexibilität. Ein klarer Pluspunkt für eine Investition in Kryptowährungen.

Pro #6: Bessere Verfügbarkeit von Informationen

Viele neue Kryptowährungsprojekte werden von kleinen Teams gestartet und wachsen – ganz im Sinne von Technologieunternehmen – sehr stark und sehr schnell. Wenn du erfolgreich in ein Projekt investieren möchtest, sind gute Informationen unerlässlich. Viele dieser Projekte sind neben ihren Webseiten auch über öffentliche Foren, Chats oder Kommunikationstools, wie zum Beispiel Discord erreichbar. Auf diese Weise kannst du häufig direkt mit den Entwicklungsteams schreiben und Informationen aus erster Hand einholen. Das ist zweifelsfrei ein größerer Aufwand und erfordert ein tieferes Verständnis des jeweiligen Projektes. Es lohnt sich aber, da die Informationen nicht nur sehr wertvoll sind, sondern du sie auch extrem schnell erhältst. Das ist ein Unterschied zu börsennotierten Unternehmen, die vor allem über langwierige Prospekte, „Investor Relations“ Mitteilungen und Jahres-Hauptversammlungen kommunizieren.

Diese Art der Informationsbeschaffung ist ein wesentlicher Vorteil bei einer Investition in Kryptowährungen gegenüber anderen Anlageklassen. Auch deswegen, weil solche Informationen früher nur großen Investmentunternehmen mit guten Kontakten oder anderen Insidern vorbehalten waren.

Pro #7: Geringe Transaktionsgebühren

Die Transaktionsgebühren von Kryptowährungen unterscheiden sich stark, je nach der zugrundeliegen Blockchain und ihrer eingesetzten Technologie. Gerade in den letzten Jahren gab es jedoch immer wieder Hype-Phasen mit gigantischen Transaktionsgebühren, die teilweise 100 € pro Transaktion und mehr ausmachten. Warum liste ich daher die geringen Transaktionsgebühren als Grund für eine Investition?

Zunächst einmal waren diese Phasen der hohen Transaktionsgebühren fast immer zeitlich begrenzt. In der restlichen Zeit lagen die Transaktionsgebühren unterschiedlicher Blockchains bei nur wenigen Cents bis wenigen Euros. Diese Transaktionsgebühren sind zwar immer noch zu hoch für sogenannte „Mikrotransaktionen“. Also Transaktionen von Kleinstbeträgen, beispielsweise für den Kauf von Kaugummis an der Supermarktkasse. Für eine echte Investition sind das aber verschwindend geringe Mehrkosten. Dasselbe gilt auch generell für Transaktionen, da sich die höhe der Transaktionsgebühr nicht nach der Höhe der Überweisung richtet. Überweise ich also 1 € in Kryptowährungen, sind die Gebühren relativ hoch. Überweise ich hingegen 10.000 €, sind die gleichen Gebühren im Verhältnis gering.

Pro #8: Inflationsschutz durch deflationäre Eigenschaften

Viele Kryptowährungen weisen eine maximale Menge der verfügbaren Coins („Maximum Supply“) auf. Am Beispiel des Bitcoins beträgt diese maximale Menge 21 Millionen. Hierbei ist von vornherein festgelegt, dass die jemals existierende Menge aller Bitcoins diese Grenze nicht übersteigen kann. Weist eine Kryptowährung eine solche Obergrenze auf, spricht man hierbei auch von „deflationären“ Eigenschaften.

Zusatzinfo: Bei einer Deflation steigt der Wert des Geldes (oder hier einer Kryptowährung). Bei einer Inflation sinkt hingegen der Wert, beziehungsweise die Kaufkraft.

Die Menge der verfügbaren Coins kann also nicht steigen. Das ist ein Unterschied zur Geldpolitik von Notenbanken (aber auch von Geschäftsbanken), die Geld in unbegrenzter Menge erzeugen können.

Gleichzeitig steigt aber häufig die Akzeptanz in der Gesellschaft und damit auch die Nachfrage. Diese höhere Nachfrage sorgt bei gleichbleibendem Angebot häufig für steigende Preise. Gerade in Niedrigzinsphasen nutzen Anleger*innen Kryptowährungen daher gerne als Schutz gegen Inflation. Dabei solltest du beachten, dass die teilweise sehr großen Kursausschläge – auch nach unten – diese Form des Inflationsschutzes auch schnell wieder zunichte machen können.

Pro #9: Die Akzeptanz von Kryptowährungen steigt

In den letzten Jahren hat die öffentliche Wahrnehmung eine erstaunliche Kertwende in Bezug auf Kryptowährungen durchlaufen. Während sich in den Anfangsjahren des Bitcoins noch kaum jemand dafür interessierte, war die öffentliche Meinung vor allem in den 2010er Jahren vor allem negativ. Kryptowährungen wurden als Spielerei für Nerds gesehen oder als Finanzvehikel, das vermeintlich nur für illegale Zwecke genutzt worden sei. Doch in den letzten Jahren hat sich das geändert. Die Professionalisierung und Vereinfachung Handelsplattformen, die steigende Anzahl von an Kryptowährungen interessierten Menschen oder aber auch der Eintritt von großen Geschäftsbanken in das Feld der Kryptowährungen haben zu einem deutlich besseren Ruf geführt. Das haben mittlerweile auch Staaten erkannt, was beispielsweise die Bundesregierung zu ihrer Blockchain-Strategie bewegte.

Mit der Zeit entstehen immer mehr Anwendungsfälle für Kryptowährungen und Blockchains. Es werden mehr hilfreiche Apps programmiert, mehr Banken werden sich mit diesen Themen beschäftigen und Kryptowährungen werden – sehr langsam, aber sicher – ihren Weg als anerkannte Anlageklasse finden.

Pro #10: Zukünftige Finanzsysteme basieren auf der Blockchain und auf Kryptowährungen

Im Jahr 2021 war das Wort „Decentralized Finance“ (DeFi) in aller Munde. Bei dieser Form des Finanzsystems werden Finanzdienstleistungen nicht über Banken oder andere zentral organisierte Unternehmen bereitgestellt. Stattdessen vermitteln intelligente Computerprogramme, sogenannte „Smart Contracts“, zwischen beispielsweise Kreditnehmer*innen und Kreditgeber*innen. Diese Form der Organisation verschlankt Prozesse und baut Bürokratie ab. Außerdem können Handelspartner*innen darüber auf der ganzen Welt unmittelbar miteinander Handel treiben. Während heutige DeFi Anwendungen vor allem auf das Leihen und Verleihen von Kryptowährungen abzielen, sind weitere Anwendungen denkbar. Eine Beispiel dafür sind dezentrale Versicherungsunternehmen, die die Schadensabwicklung vollautomatisch durchführen könnten. Unabhängig von der genauen Ausgestaltung solcher Lösungen werden Blockchains dafür die technische Grundlage stellen. Da für für die Nutzung vieler dieser Anwendungen bestimmte Kryptowährungen zwingend erforderlich sind, dürfte sich auch dadurch die langfristige Nachfrage nach Kryptowährungen – und somit ihr Preis – in der Zukunft erhöhen.

Pro #11: Viel Potenzial ist noch nicht realisiert

Kryptowährungen wie der ursprüngliche Bitcoin waren vor allem eines: Ein digitales Tauschobjekt. Mit moderneren Plattformen wie dem Ethereum Netzwerk hat sich das geändert. Diese Fortführungen setzen auf sogenannte „Smart Contracts“. Solche Smart Contracts sind Computerprogramme, die – einmal entwickelt – eigenständig auf einer Blockchain leben und Vertragslogiken zwischen unterschiedlichen Personen eigenständig ausführen können. Ein bisschen so, wie ein Programmierer und ein Notar in einem.

In der Anfangszeit dieser Smart Contracts wurden diese tatsächlich vor allem für Spielereien und Kasino-Apps verwendet. Heute arbeiten Unternehmen daran, mit Smart Contracts beispielsweise komplizierte Finanzdienstleistungen, Versicherungen oder auch Logistikanwendungen zu verbessern. Je besser die Entwicklungswerkzeuge werden, desto mehr Projekte mit echtem Nutzen werden entwickelt und desto mehr reale Probleme werden gelöst.

Pro #12: Blockchains sind gekommen, um zu bleiben

Auch wenn Kryptowährungen eine vergleichsweise junge Anlageklasse sind, ist die dahinterliegende Technologie mittlerweile alles andere als neu. Bereits seit 2008, also seit fast 14 Jahren ist die Kryptowährung Bitcoin bekannt und im Einsatz. Über die Zeit kam es zwar immer wieder zu Hacks, die die Schwachstellen der auf der Blockchain aufgebauten Anwendungen ausnutzten. Der eigentliche Kern der Blockchain-Technologie – das sogenannte Protokoll – blieb bisher aber unbeschadet. Die zunehmende Verbreitung und die stark steigende Anzahl von Blockchain basierten Anwendungen sorgt mittlerweile für immer mehr und immer bessere Erfahrungswerte im Umgang mit dieser Technologie.

Pro #13: Es ist noch nicht zu spät

Wenn du dir die teils phänomenalen Renditen der Vergangenheit anschaust, bekommst du leicht den Eindruck, zu spät zu sein. Und tatsächlich sind Kryptowährungen leider kein Geheimtipp mehr. Während eine Wertsteigerung der etablierten Kryptowährungen wie dem Bitcoin langfristig zwar sicher noch möglich ist, sollten sich neue Anleger*innen aber auch unter den zahlreichen neuen Krypto Projekten umschauen. Nicht nur technisch, sondern auch finanziell interessant sind Projekte, die bestehende Probleme auf eine neuartige Weise mithilfe der Blockchain lösen. In der schieren Menge der neuen Projekte die wenigen, wirklich guten Projekte zu finden ist allerdings nicht einfach. Deshalb analysiere ich auf kryptofelix.de immer wieder vielversprechende Projekte, damit du den Überblick behältst.

13 Gründe gegen eine Investition in Kryptowährungen

Con #1: Kryptowährungen verstehen ist nicht einfach

Der erste Grund für eine Investition weiter oben in diesem Artikel stimmt: Eine Investition in Kryptowährungen ist auch ohne tiefergehendes Verständnis möglich und einfach.

Trotzdem ist es in jedem Fall vorteilhaft zumindest zu verstehen, wie eine Blockchain und Kryptowährungen grundsätzlich funktionieren. Ohne ein solches Verständnis kannst du zwar Kryptowährungen kaufen, hast aber keine Einblicke was das genau bedeutet, wie sie in der Blockchain gespeichert sind und welche möglichen Nachteile und Sicherheitsrisiken bestehen.

Con #2: Kryptowährungen sind volatil (schwankungsanfällig)

Auch heute noch sind die Wertschwankungen der meisten Kryptowährungen sehr, sehr hoch. Tagesgewinne, aber auch -verluste von 10 oder 15 % sind keine Seltenheit. Diese sogenannte „Volatilität“ macht Investitionen in Kryptowährungen schlechter planbar. Mit Geld, das du heute einsetzt, kannst du morgen daher nicht sicher rechnen. Aus diesem Grund macht es für die meisten Menschen Sinn, nur einen kleinen Teil ihres Vermögens in Kryptowährungen aufzubewahren. Einen Teil, dessen Verlust du – zumindest kurzfristig -auch gut verkraften könntest.

Con #3: Angst, Geld zu verlieren

Einhergehend mit der hohen Volatilität kann die Angst, das eigene Geld zu verlieren, zu zahlreichen Fehlern führen. Kommt es zu einem kurzfristigen, aber sehr starken Kurseinbruch und verkaufst du dann deine Kryptowährungen, realisierst du unter Umständen deinen Verlust. Dein „Buchverlust“ (der zeitweise Verlust auf dem Papier) wird in diesem Fall also zu einem realen Verlust deines Geldes. Besonders bitter ist das, wenn sich die Kurse in einer längeren Aufwärtsbewegung befinden, dich aber ein solcher starker Kurseinbruch verunsichert und zum Verkauf bewegt. Falls du beim Investieren eher einen schwachen Magen hast und starke Kursausschläge bei dir zu Stress führen, solltest du nicht in Kryptowährungen investieren.

Weiterführende Tipps, wie du dich nicht mit Kryptowährungen finanziell ruinierst, findest du hier.

Con #4: Es ist schwer, gute Projekte zu finden

Während der unterschiedlichen Hypephasen im Krypto Sektor schießen neue Kryptowährungen, Blockchains und Projekte wie Pilze aus dem Boden. Leider ist die Mehrheit eine Vielzahl dieser Projekte entweder nutzlos, schlecht umgesetzt oder anderweitig nicht erfolgsversprechend. Im schlimmsten Fall handelt es sich bei manchen Projekten auch um reinen Betrug, der manchmal offensichtlich, manchmal auch nicht so offensichtlich ist. Oder manchmal sogar um den Aufbau illegaler Schneeballsysteme. Du solltest daher nicht in ein Projekt investieren, das du nicht vollständig verstehst und bei dem du einschätzen kannst, ob es sich um eine gute Investition handeln könnte.

Con #5: Die sichere Aufbewahrung kann kompliziert sein

Der große Vorteil der Kryptowährungen lässt sich mit dem englischen Ausdruck „Be your own bank“ (zu deutsch: Sei deine eigene Bank) beschreiben. Denn: Für das Empfangen, Aufbewahren und Versenden von Kryptowährungen benötigst du keine Bank. Du benötigst lediglich ein eigenes Wallet in Form einer Software auf deinem Computer oder Smartphone oder in Form eines Hardware Wallets, das ein bisschen einem USB Stick ähnelt. Diese Form der Freiheit ist aber mit Sicherheit nicht für alle Anleger*innen geeignet. Die Aufbewahrung ist nicht ganz einfach und kann bei fehlerhafter Ausführung unsicher sein. Sendest du einen falschen Betrag an eine falsche Adresse, ist dein Geld für immer verloren.

Das haben auch kommerzielle Anbieter*innen verstanden, die damit beginnen Aufbewahrungsservices anzubieten. Oder die technisch bedingte Verluste teilweise über klassische Versicherungen absichern. Wenn du dir zu unsicher bist, ob du deine Kryptowährungen sicher aufbewahren kannst – und sie auch nicht einfach auf einer Handelsplattform liegen lassen möchtest – solltest du eine Investition in Kryptowährungen überdenken.

Falls du dich wiederum dafür interessierst, wie du Kryptowährungen sicher aufbewahren hast, findest du weitere Infos in diesem Artikel.

Con #6: Kryptowährungen sind eine noch junge Anlageklasse

Im Vergleich zu anderen Anlageklassen wie Bargeld, Aktien, Immobilien, Anleihen oder Gold sind Kryptowährungen mit Abstand die Anlageklasse mit der kürzesten Geschichte. Das führt zu teilweise riesigen Kursausschlägen und dazu, dass es in vielen Situationen schlicht noch keine ausreichenden Erfahrungswerte gibt. Wie verhalten sich Kryptowährungen im Krisenfall? Welche Kursentwicklungen sind „normal“? Und wie entwickeln sich die Preise für Kryptowährungen im Vergleich zu denen der anderen Anlageklassen? Diese und ähnliche Fragen wurden und werden untersucht, trotzdem fehlt noch der lange Zeithorizont über den diese Fragestellungen betrachtet werden können.

Die Zeit des „wilden Westens“ der Kryptowährungen geht aus meiner Sicht zwar langsam zu Ende. Trotzdem sind Kryptowährungen schlicht weniger erprobt als andere Anlageklassen. Falls dir die Sicherheit und vor allem die Beständigkeit deiner Geldanlage am wichtigsten ist, solltest du eher nicht zu Kryptowährungen greifen.

Con #7: Die Regulierung ist noch nicht ausgereift

Der Bereich der Kryptowährungen entwickelt sich schnell und wild. Wie praktisch immer eilt die technische Entwicklung dabei der Gesetzgebung und der Regulierung weit voraus. Das führt regelmäßig zu Graubereichen und rechtlichen Unsicherheiten, wenn so manche technische Lösung vom/von der Gesetzgeber*in schlicht noch nicht vorgesehen wurde.

Dieser Punkt sollte dich nicht grundsätzlich von einer Investition in Kryptowährungen abhalten. Trotzdem solltest du wissen, dass Gesetze und andere Bestimmungen in diesem Bereich häufig aktualisiert und angepasst werden. Das macht es schwer den Überblick über die aktuelle Rechtslage zu behalten.

Con #8: Die Besteuerungsgrundlagen können sich ändern

Ähnlich wie mit der Regulierung verhält es sich mit den Besteuerungsgrundlagen. Bisher gelten Kryptowährungen als „immaterielle Wirtschaftsgüter“. Diese Zuordnung hat den Vorteil, dass für Kryptowährungen in dieser Hinsicht keine neuen Steuergesetze nötig waren, sondern sie über eine bestehende Kategorie abgebildet werden konnten. Der Kauf und Verkauf einer Kryptowährung ähnelte mit Blick auf die Rahmenbedingungen also dem von anderen immateriellen Wirtschaftsgütern. Ein Beispiel dafür wäre der Kauf und Weiterverkauf eines Patentrechts. Allerdings gibt es im Bereich der Blockchains und Kryptowährungen zahlreiche Sonderfälle, die eine zunächst nicht ganz offensichtliche Steuerpflicht hervorrufen können. Beispielsweise ist angedacht die einjährige Haltefrist von Kryptowährungen auf 10 Jahre zu erhöhen, sofern diese für das Staking verwendet werden. Auf dem aktuellen Stand zu bleiben ist daher nicht ganz einfach. Falls du dich doch für eine Investition in Kryptowährungen entscheidest, sollte dich ein/e geeignete/r Steuerberater*in begleiten.

Con #9: Blockchains können schlecht für die Umwelt sein

Unterschiedliche Blockchains funktionieren nach unterschiedlichen Prinzipien. Die bekannteste Kryptowährung, der Bitcoin, nutzt in seiner ursprünglichen Form dafür das sogenannte „Proof-of-Work“ (PoW). Dabei werden große Mengen elektrischen Stroms benötigt, um das Netzwerk zu betreiben und zu sichern. Je nachdem, ob dieser Strom regenerativ oder über das Verbrennen fossiler Energieträger erzeugt wird, ist die Klimabilanz dieser Kryptowährung besser oder schlechter.

Viele moderne Blockchains arbeiten heute glücklicherweise nicht mehr mit dem energiehungrigen PoW Ansatz, sondern mit energieeffizienten Ansätzen wie dem sogenannten „Proof-of-Stake“ (PoS). Trotzdem ist es auch heute noch schwer, eine möglichst nachhaltig arbeitende Blockchain und Kryptowährung zu finden, was mit großem Aufwand verbunden sein kann. Falls dir die Nachhaltigkeit in deiner Geldanlage am Herzen liegt, solltest du von PoW Kryptowährungen absehen oder vorher zumindest recherchieren, wie die Energiegewinnung für die einzelne Kryptowährung stattfindet.

Con #10: Dein restliches Portfolio ist nicht stabil aufgestellt

Du hast noch kein stabiles Portfolio, das aus Bargeld, Aktien, Immobilien und Gold besteht? Dann solltest du eine Investition Kryptowährungen überdenken.

Viele unerfahrene Anleger*innen sehen beispielsweise Aktien als Spekulation an, interessieren sich aber für Kryptowährungen. In der Hoffnung, schnell reich zu werden. Natürlich kannst du dich dafür entscheiden, Kryptowährungen zu kaufen, auch ohne ein Vermögen in anderen Anlageklassen zu besitzen. Du solltest dir dann aber darüber bewusst sein, dass du in deinem Portfolio eine alles anderes als ausreichende Diversifizierung hast und es sich bei deiner Geldanlage um eine vollständige Spekulation handelt.

Con #11: Den fairen Preis von Kryptowährungen zu finden ist sehr schwer

Im Bereich der Aktien kommen seit Jahren unterschiedliche Kennzahlen zum Einsatz, um den Wert einer Aktie zu ermitteln. Die Idee dahinter ist einfach: Mit einer Aktie erwirbst du einen Anteil an einem Unternehmen. Es gehört dir dann zu einem kleinen Stück. Die Frage ist dann, wie viel Umsatz und Gewinn das Unternehmen erwirtschaften muss, um den von dir gezahlten Preis für diese Aktie zu rechtfertigen. Aber auch andere Fragen spielen eine Rolle: Wie ist das Management aufgebaut, wie sieht die Produktpalette aus, welche Dividenden werden gezahlt, wie steigerte sich der Gewinn der letzten Jahre? Und vieles mehr.

Bei den meisten Kryptowährungen ist eine solche Analyse nicht oder kaum möglich, da sie anders als reguläre Unternehmen keine laufenden Gewinne erwirtschaften. Stattdessen handelt es sich bei vielen Kryptowährungen um technische Systeme oder gar Infrastrukturen, die eine bestimmte Aufgabe erfüllen sollen. Der Preis der jeweiligen Kryptowährung bestimmt sich dann rein über Angebot und Nachfrage der Marktteilnehmer*innen. Zwar gibt es mittlerweile einige Versuche, die Preise von Kryptowährungen mit sachlichen Analysen zu hinterlegen. Ein Beispiel dafür ist der sogenannte „Stock-to-Flow“ Ansatz. Trotzdem kommen auch hier oft modellhafte Annahmen zum Einsatz. Ob diese Modelle als technische Preisanalysen nützen oder ob es sich dabei um selbsterfüllende Prophezeiungen handelt, die eintreten wenn genügend Anleger*innen daran glauben, bleibt abzuwarten.

Con #12: Informationen sind oft nur in Englisch (oder in anderen Sprachen) verfügbar

Anwendungen auf der Blockchain werden weltweit entwickelt und verknüpfen die Welt länderübergreifend. Aus diesem Grund sind viele Informationen nicht immer in deutscher Sprache verfügbar. Wie auch in anderen Bereichen des alltäglichen Lebens ist Englisch oft die Sprache der Wahl in Dokumentationen und in Foren. Glücklicherweise hat sich Englisch auch bei uns mittlerweile als gängige Sprache etabliert. Falls du Anleitungen, Tutorials und Informationen aber lieber auf Deutsch liest, wirst du hier nicht immer fündig. Lediglich in Ausnahmefällen kommt es auch dazu, dass Inhalte weder auf Deutsch, noch auf Englisch verfügbar sind.

Con #13: Du brauchst das Geld für andere Dinge

Was für andere Investitionen wahr ist, gilt auch für Kryptowährungen: Falls du Geld einsetzen möchtest, dass du eigentlich für andere wichtige Dinge benötigst, solltest du zweimal überlegen. Beispiele für solche anderweitigen wichtigen Verwendungen deines Geldes können beispielsweise sein:

  • Der Aufbau einer Notfallreserve für unvorhergesehene Situationen,
  • eine geplante Anzahlung für eine Immobilie oder
  • Medizin- und Arztkosten, die nicht über deine Krankenversicherung abgedeckt sind.

Fazit

In Kryptowährungen investieren oder nicht? Auch wenn diese Frage nicht einfach ist, solltest du sie immer individuell für dich und deine jeweilige Situation beantworten. Dabei muss die Antwort kein klares „ja“ oder „nein“ sein. Viel mehr kann die Antwort auch lediglich darüber entscheiden, welcher prozentuale Anteil deines Vermögens für eine Investition in Kryptowährungen in Betracht kommt. Mit den in diesem Artikel besprochenen Gründen für und gegen eine solche Investition konnte ich dir hoffentlich die ein oder andere Anregung mitgeben.

Infografik


Dir hat dieser Artikel gefallen? Dann hilf mir dabei meinen Blog weiter bekannt zu machen und teile den Artikel mit deinen Freunden und Bekannten.

Vielen Dank und bis zum nächsten Mal auf kryptofelix.de!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner