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Play to Earn: Spielend Geld verdienen mit der Blockchain

In der heutigen digitalen Welt ist es möglich nahezu alles online zu erledigen – warum also nicht auch Geld verdienen?

In diesem Artikel lernst du alles über das Konzept „Play to Earn“, bei dem du durch das Spielen von Computerspielen Geld verdienen kannst.

Los geht’s!


Wichtiger Hinweis: Die Inhalte in diesem Artikel stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder zur Zeichnung von Kryptowährungen oder sonstiger digitaler Wertgegenstände dar, sondern geben lediglich die Meinung des Autors wieder. Informiere dich immer eigenständig und hole bei Bedarf fachliche Unterstützung zu rechtlichen und steuerrechtlichen Fragestellungen ein. Investiere nie mehr, als du bereit bist zu verlieren. Die vollständigen rechtlichen Hinweise findest du im Impressum (Link).


Mit Computerspielen Geld verdienen? Geht das?

Lass uns zunächst einen Blick auf die Welt der Computerspiele werfen, bevor es so etwas wie Blockchains gab: Als ich Anfang der 2000er Jahre noch zur Schule ging, kostete ein Computerspiel 60 €. 

Früher hieß es: Pay to play

Man ging in ein Geschäft, kaufte das Computerspiel als CD oder DVD und konnte es anschließend so lange spielen, wie man wollte. Allerdings gab es nur selten Updates. Und viele dieser Spiele waren nur für den Solo-Player, also den Einspieler*innen Modus ausgelegt. 

Nicht unbedingt die Zukunft.

Später wurden die Spiele dann immer mehr über digitale Plattformen wie beispielsweise „Steam“ (Counter-Strike) oder „Battle.Net“ (Warcraft und World of Warcraft) angeboten. 

Dabei mussten Spieler*innen nicht mehr zwingend in ein Geschäft gehen. Viel eher konnten sie einfach ein Konto bei einer dieser Plattformen anlegen, per Kreditkarte oder PayPal zahlen und das Spiel anschließend direkt herunterladen und spielen.

Schon besser.

Doch nicht nur die Art, wie die Hersteller die Spiele verkauften, änderte sich. Auch die Art, wie die Hersteller damit Geld verdienten, wurde auf den Kopf gestellt.

Handyspiele, Freemium und Pay to Win

Während der Festpreis früher noch normal war, tauchten plötzlich andere Preisgestaltungen auf: Handyspiele wurden kostenlos und finanzierten sich über Werbung. 

Sogenannte „Freemium“ Modell verschenkten das Basisspiel, der/die Spieler*in musste zusätzliche Inhalte aber zukaufen. 

Und „Pay-to-Win“ Spiele tauchten auf, die zwar kostenlos waren, bei denen sich zahlungskräftige Spieler*innen aber im Spiel verbesserte Ausrüstungsgegenstände und somit einen unfairen Vorteil kaufen konnten.

In vielen dieser Spiele entwickelte sich ein wirtschaftliches Eigenleben, wie beispielsweise im Spiel World of Warcraft: Besonders lang bespielte Spielfiguren mit hohen Levels oder seltene Waffen und Ausrüstungsgegenstände waren auf einmal gefragt. Sie wurden manchmal innerhalb des Spiels für Spielwährungen („Gold“) verkauft oder auch auf externen Marktplätzen, wie zum Beispiel auf Ebay.

Der Handel mit in-game Items

Dabei war der Verkauf solch digitaler Spielgegenstände („in-game Items“) für echtes Geld den Spielherstellern gerade noch am Anfang ein Dorn im Auge. Sie pochten darauf, dass es sich bei den Spielgegenständen ja als Teil ihres Spiels auch um ihr Eigentum handelte. Und nicht etwa das Eigentum der Spieler*innen sei, die den Gegenstand frei verkaufen wollten.

Später wurde der Handel dann zuerst immer weiter toleriert. Letztendlich führten Plattformbetreiber wie zum Beispiel Steam auch eigene Marktplätze ein, auf denen Spieler*innen mit den in-game Items handeln konnten. Ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings läuft der Handel dann vollständig im geschlossenen Universum der jeweiligen Plattform ab.

Was ist Play to Earn?

Play to Earn (P2E) ist ein Konzept, bei dem du Geld verdienst, indem du bestimmte Aufgaben in einem Spiel erfüllst. Dies kann zum Beispiel das Sammeln von Ressourcen sein, das Beseitigen von Gegnern oder das Erreichen eines bestimmten Levels. Du kannst dabei auch echtes Geld verdienen, je nachdem wie viel Zeit und Mühe du in das Spiel investierst.

Doch dabei existiert ein Unterschied zu dem oben angesprochenen Handel mit Spielgegenständen, den Spieler*innen schon sehr lange betreiben: Während der bisherige Handel toleriert, beziehungsweise akzeptiert wurde, sieht die neueste Generation von Play to Earn Spielen diesen Handel explizit vor. 

Mit anderen Worten: Das Besitzen von und der zugehörige Handel mit in-game Items ist nicht nur ein Nebeneffekt. Stattdessen ist das ein wichtiger Bestandteil dieser neuen Spiele.

Play to Earn: Die Blockchain macht’s möglich

Seit der Einführung der Blockchain-Technologie ist möglich, dass Spieler*innen für ihr Spielen auch tatsächlich Geld unabhängig von der Herstellerplattform verdienen können. 

Denn die Blockchain stellt sicher, dass alle Handelstransaktionen transparent und nachvollziehbar sind. So können Entwickler*innen von Spielen beispielsweise entscheiden, welche in-game Items besonders wertvoll sind und diese dann entsprechend vergüten. Auch andere Aktivitäten wie das Testen neuer Spiele oder das Bewerten von Spielen können so monetarisiert werden.

Dabei bilden die Spielhersteller die Spielgegenstände über sogenannte „Non-Fungible Tokens“ (NFTs) ab. Eine genaue Beschreibung, was diese Tokens sind, findest du hier.

Außerdem bietet die Blockchain auch die Möglichkeit von sogenannten „Creator Fees“: Erstellt ein Spielhersteller einen handelbaren Spielgegenstand auf der Blockchain und verkauft ihn, erhält er auch bei jedem zukünftigen Weiterverkauf eine Gebühr. Auf diese Weise haben Spielhersteller sogar einen besonderen Anreiz, den häufigen Handel mit ihren in-game Items zu fördern.

Wie kannst du heute mit Play to Earn Geld verdienen?

Heute gibt es in einer Vielzahl von Spielen die Möglichkeit, Spielgegenstände oder auch ganze Spielkonten über Ebay oder ähnliches zu verkaufen. Wie schon erwähnt ist das bei vielen Spielen aber nicht von den Spieleschmieden vorgesehen, sondern eher eine Art Zweckentfremdung des Spiels.

Lass uns im Folgenden daher einen genaueren Blick auf Play to Earn Spiele werfen, die auf einer Blockchain basieren. Und die den Handel mit in-game Items als zentrale Eigenschaft ihres Spielprinzips verstehen. Bei diesen Spielen steht der direkte Handel mit den Spielgegenständen im Vordergrund. 

Andere Abwandlungen sind das Verleihen der digitalen Spielgegenstände an andere Spieler*innen oder Belohnungen, die direkt vom Spiel für das Erfüllen bestimmter Aufgaben herausgegeben werden.

Welche Krypto Spiele gibt es?

Bereits heute gibt es einige Spiele, die das Play to Earn Prinzip mit einer Blockchain umsetzen. Im Folgenden findest du eine kleine Übersicht der bekanntesten Spiele. Falls dir hier ein bestimmtes Spiel fehlt, lass es mich gerne unten in den Kommentaren wissen, dann schaue ich es mir an. In jedem Fall werde ich die Liste aber in Zukunft sicher noch erweitern.

CryptoKitties

CryptoKitties ist eines der ersten Blockchain-Spiele und löste einen regelrechten Hype aus. Bei diesem Spiel geht es darum, sogenannte „CryptoKitties“ zu sammeln, zu züchten und zu handeln. Die Spieler*innen können ihre CryptoKitties auf der Ethereum-Blockchain speichern und sind damit vor Diebstahl geschützt. Die Idee hinter Cryptokitties ist es, ein Sammelspiel auf der Blockchain zu erschaffen, in dem die Spieler*innen ihre eigenen CryptoKitties erstellen und verwalten können. Jedes CryptoKitty ist einzigartig und hat seine eigenen genetischen Merkmale. Die Spieler*innen können ihre CryptoKitties miteinander kreuzen, um neue und einzigartige CryptoKitties zu erschaffen. Der Hype um die CryptoKitties führte letzendlich dazu, das Interesse an Blockchain-Spielen zu wecken.

Axie Infinity

Axie Infinity ist ein krypto-basiertes Spiel für PC und Mobile bei dem die Spieler*innen virtuelle Monster, sogenannte Axies, kaufen, verkaufen und sammeln können. Das Spiel ist bereits seit Anfang 2018 verfügbar und hat sich seitdem zu einem der beliebtesten Krypto-Spiele entwickelt. Tausende von Spieler*innen auf der ganzen Welt spielen das Spiel jeden Tag und die Community wächst stetig. Wenn du Axie Infinity spielst, hast du die Möglichkeit, deine Axies in verschiedenen Arenen gegen andere Spieler*innen antreten zu lassen. Jedes Mal, wenn du gewinnst, hast du die Chance, Kryptowährung zu verdienen. Die Höhe des Gewinns hängt dabei vom Rang in der Arena ab. Daneben kannst du deine Axies aber auch verkaufen oder tauschen. 

Decentraland 

Decentraland ist ein krypto-basiertes, computergeneriertes Land, in dem Nutzer virtuelle Grundstücke (sogenannte “Parcels”) erwerben und verwalten können. Das bereits im Jahr 2015 gegründete Projekt entwickelte sich fortwährend und wird nach dem Rückzug der beiden Gründer über die Decentraland Foundation gesteuert.

Insgesamt existieren 90.601 Grundstücke, die ursprünglich für nur wenige Dollars verkauft wurden. Im Laufe des Hypejahres 2021 wechselten einige dieser Grundstücke für 100.000 US Dollar mehr den/die Besitzer*in.

The Sandbox

Eine weitere virtuelle Welt ist das Computerspiel “The Sandbox”. Auch in diesem Metaverse können Nutzer*innen Grundstücke kaufen. Diese sind als NFTs auf der Ethereum Blockchain handelbar und können beispielsweise über Opensea gekauft und verkauft werden.

Obwohl das Spiel erst seit März 2022 in der zweiten Alpha Saison spielbar ist, beträgt die Marktkapitalisierung der spieleigenen Kryptowährung „SAND“ auch nach dem letzten Crash noch etwa 1,35 Milliarden Euro.

Wie viel Geld kannst du mit Play to Earn verdienen?

Die Verdienstmöglichkeiten beim Play to Earn hängen natürlich stark vom jeweiligen Spiel ab. Und vom Mechanismus, über den du dabei Geld verdienst. 

Beispielsweise verdienen die meisten über das Spielen des Spiels Axie Infinity mit überschaubarem Zeiteinsatz Kryptowährungen im Wert von lediglich einigen wenigen Euros. 

Anders sieht das aber bei Metaverse Anwendungen aus, bei denen die jeweiligen Parzellen teilweise für viele tausende Euros den/die Besitzer*in wechseln.

Diese Preise entstehen dabei zum einen durch Spekulation und die Hoffnung auf höhere Preise, wie es vor allem im letzten Jahr der Fall war. Zum anderen steht dahinter aber oft die Annahme, dass diese Parzellen in Zukunft einen hohen spielerischen und später auch realwirtschaftlichen Nutzen haben könnten: Beispielsweise, wenn die Parzellen an andere Nutzer*innen vermietet werden. Oder wenn echte Unternehmen in Zukunft möglicherweise solche Parzellen nutzen, um im Metaverse Dienstleistungen anzubieten oder sie als Marketing- und Werbeflächen zu verwenden.

Krypto Play to Earn: Zukunft des Gamings oder Strohfeuer?

Play to Earn ist eine interessante Idee, die auf den ersten Blick vielversprechend erscheint. Krypto Computerspiele auf der Blockchain bieten die Möglichkeit, in Spielen tatsächlich Geld zu verdienen. Doch gerade dabei ist es wichtig, die zugehörigen Risiken richtig einschätzen zu können:

Kryptowährungen sind volatil und Krypto Play to Earn noch relativ neu

Zunächst einmal ist es wichtig zu erwähnen, dass Play to Earn noch kein vollständig ausgereiftes Konzept ist. Krypto Computerspiele sind noch relativ neu und die ersten Spiele, die derzeit auf der Blockchain existieren, sind häufig noch einfach und bieten nur wenige Möglichkeiten, Geld zu verdienen.

Es ist also noch unklar, ob – und wenn ja, welche – Spiele sich langfristig etablieren können. Ein weiteres Risiko ist die Tatsache, dass die Kryptowährungen dieser Computerspiele oftmals sehr volatil sind. Die Preise der verschiedenen Kryptowährungen ändern sich häufig und drastisch und dies kann sich auch auf die Preise von virtuellen Gegenständen in den Spielen auswirken. 

Die Preise dieser Kryptowährungen können also sehr stark und plötzlich sinken oder sogar komplett wertlos werden. Dieses Risiko besteht natürlich bei allen Investitionen in Kryptowährungen, aber es ist besonders relevant bei Play to Earn, da die Spiele selbst neu und oftmals unerprobt sind.

Bei beispielsweise Axie Infinity nahmen die Preise für die in-game Items während des letzten Hypes teilweise absurde Größen an. Nicht selten erinnerten sie sogar an den Ablauf eines Schnellballsystems. Die Unterscheidung dazu dürfte darin liegen, dass im Spiel ausgegebene Belohnungen allerdings nicht in Euro oder Dollar ausgezahlt werden. Sondern in einer Kryptowährung, die selbst wiederum täglich gehandelt wird und die sehr volatil ist. 

Egal für welche Definition du dich entscheidest: Die P2E Kryptowährungen bleiben Kryptowährungen und können – nicht nur bei schlechter Recherche – zum Totalverlust führen.

Geld für’s Zocken? Warum nicht.

Im Gegensatz dazu ist der Vorteil des Play to Earns natürlich offensichtlich: Geld für’s Zocken bekommen? Das hört sich für viele wahrscheinlich wunderbar an.

Falls du ohnehin gern Computerspiele spielst, könnte Krypto P2E also eine willkommene Abwechslung sein. Daneben könnte Play to Earn auch dazu beitragen, dass Krypto Computerspiele allgemein populärer werden. Wenn Menschen sehen, dass sie in diesen Spielen tatsächlich Geld verdienen können, könnte die allgemein Akzeptanz ansteigen.

Dies könnte letzendlich auch dazu führen, dass mehr Menschen anfangen, Krypto Computerspiele zu spielen und dadurch auch mehr Geld in die Branche investieren.

Play to Earn ist also sowohl eine interessante Idee als auch ein riskantes Unterfangen. Ob es sich letzten Endes als Strohfeuer entpuppt oder ob es tatsächlich die Zukunft des Gamings ist, bleibt abzuwarten. 

Fazit

Blockchain basierte Play to Earn Computerspiele sind ein spannendes aber immer noch sehr junges Phänomen. Dabei haben sie das Potenzial, unsere heutige Sicht auf Gaming und Computerspiele vollkommen zu verändern. Gleichzeitig bleibt die mit den jeweiligen Kryptowährungen verbundene Schwankungsanfälligkeit ein Problem, sodass Erträge – zumindest heute noch – kaum planbar sind.

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